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Regionalliga Nord: So lief der 11. Spieltag - Keine Klarheit

Philipp Sander gegen Finn Burdenski. Foto: pin
Philipp Sander gegen Finn Burdenski. Foto: pin

Es geht eng zu in der Regionalliga Nord, aber das ist angesichts des bisherigen Saisonverlaufs nun wahrlich keine Überraschung. Gleich sechs der acht Partien des 11. Spieltags endeten mit einem knappen Sieg oder einem Unentschieden. Mal sehen, wie das letzte Spiel der Runde beendet wird: An diesem Montag (20.15 Uhr, live auf Sport1) beschließt das Duell zwischen dem SV Werder II und dem FC St. Pauli II den Spieltag.

 

 

 

Hamburger SV II – SpVgg Drochtersen/Assel 1:0 (1:0)

 

Es ist noch nicht sehr lange her, da musste man sich ein bisschen sorgen um den HSV. Nach drei Siegen in Folge ist der Vizemeister des Vorjahres nun wieder mittendrin um Geschäft und kletterte auf Rang acht. Den letzten Erfolg leitete Christian Stark (8.) bereits in der Anfangsphase per Handelfmeter ein. Auch danach hielt der Gastgeber seinen Kasten sauer, und so sieht die HSV-Welt plötzlich viel positiver aus – während der Gast den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasste.

 

VfL Wolfsburg II – VfB Oldenburg 0:0

 

Sicher, der Gasgeber blieb angesichts des torlosen Remis‘ auch im achten Spiel in Folge unbesiegt. Aber natürlich hatte der Spitzenreiter sich mehr versprochen vom Duell mit den fünf Spiele sieglosen Gast. Ein Erfolg ist die Punkteteilung deshalb nur für den VfB, der nach dem Trainerwechsel (Elia für Ehlers) nun bereits zum zweiten Mal einen Punkt gewann und deshalb auch unbesiegt ist.

 

VfB Lübeck – Germania Egestorf-Langreder 5:2 (4:1)

 

Mit einem Paukenschlag meldete sich der VfB zurück. Eine Woche nach dem 1:2 in Havelse, der ersten Saisonniederlage, sicherte sich der Gastgeber auf souveräne Weise die drei Punkte gegen die Germania. Für die Treffer sorgten dabei Dennis Hoins (5./90.+1), Daniel Franziskus (15.), Marvin Thiel (28.) und Leon Dippert (45.). Die Germania, die durch Niklas Teichgräber (8.) und Lorenzo Paldino (77.) traf, unterstrich mit der fünften Auswärtsniederlage ihre Probleme auf fremden Platz.

 

BSV Rehden – Hannover 96 II 2:1 (0:1)

 

Die Erleichterung war natürlich groß: Der dritte Saisonsieg verhalf dem BSV zum Sprung auf Rang 15, und so werden die Abstiegsplätze einstweilen von anderen Teams belegt. Es war allerdings eine Menge Geduld gefragt beim Gastgeber. Denn nach dem Treffer von Hendrik Weydandt (39.) lag der Gast bis weit in die Schlussphase hinein vorn. Erst der späte Doppelschlag von Addy-Waku Menga (82./87.) drehte das Spiel und machte den Gastgeber glücklich.

 

TSV Havelse – Lüneburger SK 1:1 (0:1)

 

Zu einem Sieg reichte es nicht, aber unbesiegt blieb der TSV nun bereits zum zweiten Mal in Folge. Eine Woche nach dem 2:1 gegen den VfB Lübeck musste der Gastgeber allerdings zunächst den Gegentreffer von Utku Sen (36.) hinnehmen. Erst nach rund einer Stunde glich Fabian Wenzel (63.) aus und sicherte den einen Punkt. Der LSK darf nun gleichwohl als auswärtsstark gelten: Er verlor nur eines von fünf Spielen auf fremden Platz.

 

Eintracht Norderstedt – SC Weiche Flensburg 2:2 (0:1)

 

Dank einer Energieleistung sicherte sich der Gastgeber den einen Zähler. Nach den Treffern von Marvin Ibekwe (28./50.) lag Weiche bereits mit 2:0 vorn, ehe die Eintracht zu großer Form auflief. Die Tore durch Mats Facklam (58.) und Felix Drinkuth (86.) sorgten allerdings nicht nur für einen Punkt, sondern auch für eine gute Stimmung. Für die Norderstedter fühlte sich das Remis nach zwei Niederlagen zuvor schließlich wie ein Sieg an.

 

Holstein Kiel II – SSV Jeddeloh 2:0 (1:0)

 

Dreimal musste Holstein warten, dann gelang endlich der fünfte Saisonsieg. Beim 2:0 über den letztjährigen Aufsteiger aus Jeddeloh trafen Noah Awuku (47.) und Barne Pernot (88.) für den Neuling. Er kletterte danach auf den vierten Tabellenplatz, nimmt derzeit also die Rolle des SSV aus dem Vorjahr ein. Der Gast fiel dagegen auf den zehnten Platz zurück und scheint damit eine These zu unterstreichen: Das zweite Jahr ist das schwerste. 

 

VfL Oldenburg – U.L.M. Wolfsburg 1:0 (0:0)

 

Ausgesprochen spät und deshalb auch ein wenig glücklich setzte sich der Gastgeber durch. Erst in der Nachspielzeit erzielte Conrad Azong (90.+1) nämlich das Tor des Tages. Entsprechend groß war die Erleichterung beim Gastgeber, verließ er dank der drei Punkte doch den letzten Tabellenplatz. Die Rote Laterne ging an seinen Gegner, den späten Verlierer aus Wolfsburg.

 

 

 

(Text: Stefan Freye)