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Holstein muss endlich mal wieder einen Dreier landen

Patrick Herrmann muss gegen Aue pausieren. Foto: PN
Patrick Herrmann muss gegen Aue pausieren. Foto: PN

Es war der erste echte Rückschlag den die KSV Holstein in der Zweitligasaison 2017/18 erleiden mussten.

Das 1:3 in der letzten Woche auf dem Betzenberg war unnötig. Klar, der Spielverlauf ließ später von einem verdienten Heimsieg sprechen, aber dieser Leistungseinbruch und der teilweise – vor allem in der Defensive – lethargische Auftritt warfen dann schon reichlich Fragezeichen beim steten Störche-Beobachter auf. „Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, belohnen konnten wir uns nur nicht“, verwies Trainer Markus Anfang unter anderem auf den Elfmeter, einen Schuss von Schindler, der am Pfosten landete, und einen von Drexler, der knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei ging. Dennoch kann man Anfang entgegnen, dass die Chancenauswertung nun schon seit geraumer Zeit ein immer deutlicheres Problem zu werden scheint. Zwar verwöhnte die Holsteiner Offensive seine Fans in der Hinrunde auch mit einer mehr als überdurchschnittlichen Torausbeute, doch mittlerweile schlägt das Pendel immer mehr in die andere Richtung aus. Und um mit den Spitzenteams Schritt zu halten, muss ganz einfach getroffen werden. Einer der wenigen Umstände, in denen der heutige Fußball noch so einfach ist. Nun kommt Erzgebirge Aue ins Holstein-Stadion. Und ähnlich wie gegen Kaiserslautern erwartet auch gegen den Tabellenfünfzehnten das Gros einen Sieg. Ganz frei machen davon werden sich die Kicker von der Förde nicht. Denn gegen wen soll man zu Hause drei Punkte holen, wenn nicht gegen die Kandidaten aus dem Tabellenkeller? Hinzu kommt, dass die Mannschaft des Ex-Coaches der Holsteiner U19 seinerseits auch eine längere Durststrecke hinter sich hat. Wenn auch mit fünf sieglosen Spielen eine nicht so lange wie die der Kieler. Beim Versuch diese zu beenden müssen die Gäste lediglich – wie schon letztes Wochenende beim 0:0 gegen Ingolstadt – auf Stamminnenverteidiger Nicolai Rapp. Bei der KSV hingegen ist zum Lazarett der Langzeitverletzten auch Amara Condé gestoßen. Die Leihgabe aus Wolfsburg erlitt gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Mittelfußbruch. Rechtsverteidiger Patrick Herrmann holte sich zudem in diesem Spiel 5. Gelbe Karte ab und ist somit für das Spiel gegen Aue gesperrt. Nach den Vertragsverlängerungen von Johannes van den Bergh (automatische Verlängerung nach 15 absolvierten Spielen) sowie Kenneth Kronholm und David Kinsombi (beide bis 2021) unter der Woche, ist es nun an der gesamten Mannschaft ein weiteres positives Ausrufezeichen in Form von drei erlösenden Punkten zu setzen. (CV)