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Störche landen auf dem Betzenberg

Michael Frontzeck. Foto: PN
Michael Frontzeck. Foto: PN

Acht Spiele ohne Sieg, aber immer noch Dritter. Bleibt der Aufstieg weiterhin Thema bei den Störchen? War er das überhaupt bis dato oder wird der Begriff »Bundesliga« nicht nur öffentlich, sondern auch intern gemieden?

„Wir müssen uns nicht mit Zielen beschäftigen, die uns andere setzen“, so Trainer Markus Anfang auf die Frage, wie sehr ein möglicher Aufstieg ihn und seine Mannschaft beschäftigt. Und der 43-Jährige ergänzt: „Vor der Saison stand das Ziel, dass wir uns in der Zweiten Liga etablieren wollen und mit unserer aktuellen Punkteausbeute haben wir schon etwas Tolles erreicht. Aber natürlich wollen wir trotzdem immer noch Spiele gewinnen. Wir sind noch nie rausgegangen und haben gesagt, heute wollen wir mal nicht gewinnen. Wir wollen immer gewinnen.“ Mit 18 Mann geht es für Anfang und sein Trainerteam im Flieger von Hamburg nach Frankfurt und von dort aus nach Kaiserslautern, wo am Freitagmorgen noch eine Trainingseinheit stattfindet. Personell ist fast volle Kapelle angesagt. Zwar fehlen noch die Langzeitverletzten Arne Sicker und Manuel Janzer sowie Christopher Lenz für den trotz Wiedereinstieg ins Training ein Einsatz noch nicht infrage kommt, doch nachdem die KSV zuletzt immer wieder von Sperren gebeutelt war, sind alle Mann für den Betzenberg spielberechtigt.

Von daher kann der geneigte Holstein-Fan wohl mit der bestmöglichen Aufstellung seines Vereins rechnen. Markus Anfang rechnet seinerseits mit einer zweikampfintensiven Partie der Lauterer, die sich mit aller Macht gegen den Abstieg stemmen wollen. „In dieser Situation willst du eines vermeiden: Nicht alles gegeben zu haben, um Punkte zu holen“, weiß der Kieler Coach. „Für meine Jungs hoffe ich auch ein Stück weit egoistisch gesehen auf ein volles Haus am Betzenberg. Das ist doch eines der Highlights in der Zweiten Liga.“ Ein Highlight für Spieler wie für Fans – Stand Mittwochmittag waren 300 Auswärtstickets verkauft. Doch unter den Störche-Fans wurden einige Busse organisiert, mit denen es Richtung Pfalz geht, um erst vor Ort Karten zu ergattern. Von daher werden rund 500 Holsteiner Anhänger im Fritz Walter-Stadion erwartet. (CV)