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Entsteht hier eine Fanfreundschaft?

 

Fanreport Holstein Kiel

Friedliches Treffen von Union und Störche-Anhängern!

Dienstagnachmittag 16 Uhr Kieler Hauptbahnhof. Das Areal ist gut gefüllt von einigen Dutzend Fußballfans in „Rot-Weiß“. Die Anhänger des Ostvereins Union Berlin, die Eisernen, haben in großer Schar in die Landeshauptstadt gefunden. Grund hierfür ist natürlich die Abendpartie gegen die KSV Holstein. Doch anders als etwa bei Spielen gegen den VfB Lübeck, den FC St. Pauli oder Dynamo Dresden herrscht hier eine total entspannte Atmosphäre. Kieler und Berliner stehen „Seite an Seite, Bierglas an Bierglas“ beieinander und diskutieren den Saisonverlauf. Bereits im Hinspiel in der Bundeshauptstadt, bei der dramatischen 3:4-Niederlage der KSV, war die Lage zwischen beiden Fanlagern dermaßen entspannt und friedlich, dass man meinen könnte, hier ginge ein Freundschaftsspiel über die Bühne. „Man wurde auf ein Getränk eingeladen und zum Aufstieg beglückwünscht“, so der Kieler Holger Fischer von den Störchen.

Der Fanbetreuer des Vereines kann nur positives berichten und verlängerte den Berlin-Trip um zwei Tage. „Die Berliner freuten sich richtig, dass wir nun in der Liga sind“, so Fischer weiter. Dass nun „Blau-Weiß-Rot“ als Neuling größere Erstligachancen hat als der eigentliche Aufstiegsfavorit Union, ist natürlich kurios.

Zeitsprung auf 19 Uhr Holsteinzelt vor dem Stadion am Mühlenweg.

Auch hier: Gruppen von Berlinern neben Störche Supporters. Das 2:2-Endresultat passte ins Bild. Beim zweiten Kick binnen 5 Tagen ging es Richtung Fürth, eine nicht gerade kurze Anreise. Trotzdem hatten um die 250-300 Kieler diese Tortur auf sich genommen. „Wir reisen nach Nürnberg und machen aus dem Spiel ein verlängertes Wochenende“, so Andreas Huke. Der KSV- Urfan wurde am Freitagmorgen um 5 Uhr am Bahnhof von einigen weiteren Störchen begleitet. Die 2. Bundesliga als Urlaubsfahrt.

Positiv: Auch bei der Spielvereinigung lief es in Sachen Anhänger  „komplett entspannt“ ab, das sportliche Resultat (0:0) leider auch.

Auch mal erwähnenswert…

Die Fan-Nähe wird seitens der Spieler voll ausgelebt. Anders als in früheren Zeiten, haben die aktuellen Zweitligakicker keine Probleme sich mit ihren Anhängern zu unterhalten und ablichten zu lassen (s. Foto von Marvin Duksch mit KSV-Fan Vera Meyer im Kieler Metro-Kino bei einem Auftritt von Comedian Markus Krebs). (dief)